Die Samuel-Hahnemann-Schule

Heiler und heiler werden

Von der Gründung bis zur Gegenwart

Die Samuel-Hahnemann-Schule blickt auf eine Geschichte von mehr als drei Jahrzehnten zurück, sie wurde 1983 in Charlottenburg gegründet. Zu diesem Zeitpunkt gab es in West-Berlin nur ein bis zwei gute Abendschulen und eine Reihe eher schlechter Heilpraktikerausbildungen. In Ost-Berlin gab es aufgrund des Verbotes für Heilpraktiker in der DDR keine entsprechende Ausbildung. Viele Interessierte waren gezwungen, sich im Selbststudium auf die Überprüfung durch das Gesundheitsamt vorzubereiten. Die Idee war daher, eine fundierte Tages-Ausbildungsstätte zu schaffen, die vom Berufsstand selbst, d.h. von der Gemeinschaft der in eigener Praxis tätigen Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern, getragen wurde. Organisatorisch ist die Samuel-Hahnemann-Schule daher ein »Kind« des Fachverbandes Deutscher Heilpraktiker Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. (1983 noch »Vereinigung Berliner Heilpraktiker e.V.«).

Mit einem kleinen Team engagierter Dozenten unter der Regie von Andreas Krüger wurde die Idee in die Tat umgesetzt. Im September 1983 begann der erste Kurs mit seinem Lehrprogramm.

Von Beginn an verfolgte die Ausbildung das Ziel, Heiltalente zu fördern, für die der Heilpraktikerberuf weit mehr ist als Berufsausübung und Broterwerb. Sowohl die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler als auch fundiertes Fachwissen in Schulmedizin und Naturheilkunde zu vermitteln, war Anliegen der Ausbildung. Diese Idee ist bis heute beibehalten und stets weiterentwickelt worden.
Nach gutem Start mit Gregor Reinhardt an der Spitze von Schule und Verband übernahmen 1988 Andreas Krüger die Leitung der Schule und Adelheid Henke die Führung des Verbandes.

Nach dem Fall der Berliner Mauer wurde aus dem Landesverband Berlin der Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.. Adelheid Henke gab die Führung des Verbandes 1993 an Arne Krüger weiter, der auf der damaligen Mitgliederversammlung als neuer Vorsitzender gewählt wurde. Seither lenken Andreas Krüger als Schulleiter und Arne Krüger als (stellvertretender) Landesvorsitzender und stellvertretender Schulleiter die Geschicke von Verband und Schule und werden dabei unterstützt und getragen von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen als Mit-Vorstände, Fachbereichsleiter, Dozenten und Bürokräfte. Einige KollegInnen sind von Kurs 1 an bei Schule und Verband mit dabei, andere sind selbstverständlich im Laufe der Jahre neu dazugestoßen.
Alle zusammen stehen für Kontinuität und Entwicklung.

Die Samuel-Hahnemann-Schule hat sich zu einer großen Aus- und Fortbildungsstätte entwickelt. Zeitweise wurden bis zu 50 Menschen innerhalb eines Kurses zu Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern ausgebildet. Viele von den ehemaligen Schülerinnen und Schülern sind inzwischen Mitglieder im Landesverband.

Über die Bildungstätigkeit hinaus ist die Schule auch zu einem kreativen Zentrum zur Verbreitung der Homöopathie und Naturheilkunde geworden. Hier wurden wichtige homöopathische Publikationen entwickelt: die Zeitschrift »Homöopathische Einblicke« von Hans-Jürgen Achtzehn, die »HomöopathischenSeelenreisen« von Andreas Krüger, die »Berliner Homöopathie« von Andreas und Arne Krüger, die »Symbolische Materia Medica« und das »Symbolische Repertorium« von Martin Bomhardt.

Regelmäßige Veranstaltungen wie der »Homöopathische Sonntag«, die »Berliner Homöopathie-Tage«, die »Berliner Heilpraktiker-Tage« und der »Tag der Chinesischen Medizin« sind Teil des Fort- und Ausbildungskalenders in Berlin und Brandenburg. Eine wichtige Neuerung der letzten Jahre ist die Zertifizierung der Samuel-Hahnemann-Schule als Bildungsträger im Rahmen der Arbeitsförderung, so dass die Heilpraktiker-Ausbildung auch als berufliche Weiterbildung absolviert werden kann.

Über uns

Träger der Samuel-Hahnemann-Schule ist der Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH), Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.

Die Schule wurde 1983 gegründet mit dem Anspruch, die Schüler nicht nur zum Bestehen der Heilpraktikerüberprüfung zu führen, sondern darüber hinaus zur ganzheitlichen Sicht und Therapie der zukünftigen Patienten zu führen.

Mittlerweile haben wir unser Ausbildungskonzept modular erweitert, so gibt es Einzelmodule für Homöopathie, Phytotherapie, Leibarbeit, Ikonen, chinesische Medizin, Chin. Diätetik, Massage und Psychotherapie. Diverse Kurse können ergänzend neben dem normalen Unterricht für Schüler oder als einzelne Fachfortbildung für Externe gebucht werden.

Die Schule ist eine uneigennützige, private Einrichtung des Berufsverbandes und schließt rein wirtschaftliche, monetäre Interessen aus. Sie wird von unseren DozentInnen geführt, denen der Schulleiter vorsteht. Das Kollegium besteht aus praxiserfahrenen Heilpraktikern und/oder fachbezogenen Dozenten. Hierbei legen wir Wert darauf, dass diese in der Lage sind, den Unterricht lebendig und praxisnah zu gestalten.

Die Schüler werden während ihrer Schulzeit als fördernde Mitglieder im FDH/LV Berlin-Brandenburg e.V. geführt und sind somit berechtigt, die Fachfortbildungsveranstaltungen zu den gleichen (oder manchmal sogar günstigeren) Bedingungen wie die Vollmitglieder zu besuchen.