Ausbildung

Leibarbeit & Ki-Motion

 

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Die Leibarbeit ist eine ganzheitliche Therapieform, begründet von Karlfried Graf Dürckheim. Sie versteht den Leib als „Leib, der wir sind“, als lebendiger Mensch, der uns in Kontakt bringt mit dem Wesen, das wir sind. «

Andreas Krüger

Erspüren, wonach der Leib ruft

Wir erlernen und schulen in der Ausbildung an 31 Tagen (155 Stunden) die Wahrnehmung dieses Wesenhaften, den Kontakt dazu – bei uns selbst und beim Behandelten. Dieser Kontakt in der Leibarbeit geht ganz unmittelbar von Mensch zu Mensch, ohne Umwege, ohne Hilfsmittel vonstatten und kann daher eine große Hilfe auch für weitere Therapieformen sein. Die Behandlung geschieht häufig über körperliche Berührung (Halten, Massieren, Schaukeln, Singen, alles ist möglich) und ist abhängig von dem, wonach „der Leib des einzelnen gerade ruft“, um sich seiner selbst bewusst zu werden, sich wahrzunehmen. Dieses „Gehör“ zu schulen und das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung zu wecken und zu einem stabilen Fundament für die Arbeit (in welcher Therapieform auch immer) in der Praxis werden zu lassen, ist Ziel der Ausbildung.
Durch verschiedene „Handwerkszeuge“, „Formate“ – entwickelt aus der jahrelangen Erfahrung und Integration verschiedener anderer Ansätze durch unseren Schulleiter und Leibarbeitsdozenten Andreas Krüger – werden Hilfen gegeben in die Wahrnehmung und in den Kontakt zu kommen, ins Spüren dafür, was die zu behandelnde Person gerade braucht und dies dann auch umsetzen zu können. Wir arbeiten auf Matten am Boden, die Teilnehmer behandeln sich gegenseitig, haben aber auch immer die Möglichkeit „nur“ zuzuschauen – was ein wichtiger Aspekt der Ausbildung ist, da gerade in der Wahrnehmung und Wahrung der eigenen Grenze schon unser großes Ziel der Bewusstwerdung unseres Selbst erreicht ist.

Dozent*innen-Team

Hp Annett Antoni und Hp Andreas Krüger

Ki-Motion

Auch die Grundlagen des Ki-Motion als Besinnung auf das eigene Körpergefühl in der Welt haben ihren festen Platz in dieser Ausbildung. Ki-Motion ist eine meditative, langsame bis schnelle Bewegungsform, die das Erlangen von immer mehr Bewusstheit für den Körper und für die geistig-seelische Ebene zum Ziel hat. Ki-Motion geht im Ursprung auf die japanische Kampf- und Bewegungskunst Aikido zurück und benutzt deren Bewegungstechniken in neuem Kontext. Im Aikido steht der Kampf mit dem Gegner im Vordergrund, damit ist die Kontrolle von Bewegung von größter Wichtigkeit. Im Ki-Motion wird aus dieser Gegnerschaft eine Begegnung unter Gleichberechtigten und jede Bewegung darf frei fließen – im energetischen Sinne auch über die eigenen unmittelbar erfahrbaren Körpergrenzen hinaus. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten der Entspannung in Körper und Geist, aber auch der Wahrnehmung von mir selbst und meinem jeweiligen Partner. Alle Konzepte, alle Forderungen, alle Konflikte, alle Freuden, die ich in mir trage und die mehr oder minder im Körper zu Verspannungen geronnen sind, werden deutlich und können überwunden werden.
Ki-Motion versteht sich als Weg, an der eigenen Präsenz zu arbeiten, an dem Gefühl der Verbindung zum Raum (zur Welt) und an der geistigen, emotionalen und körperlichen Beweglichkeit. Das führt zu mehr Körperbewusstheit und, in Anlehnung an einen Begriff von Karlfried von Dürckheim, zu mehr Leibbewusstheit.

Dozent

Hp Dr. rer. nat. Bernhard Kraemer

Modulvertrag Tagesausbildung [PDF]

Anmeldung & Information

Anmeldungen gerne im Schulbüro
E-Mail: buero@heilpraktiker-berlin.org

Wir im Büro der Samuel-Hahnemann-Schule nehmen ebenfalls gerne alle telefonischen Anfragen entgegen. Telefon: (030) 323 30 50